Sonntag, 28. Mai 2017

Dschunke

Im Februar hat mich Heinz Knitz wieder mit einen neuen Projekt überrascht.
Boxeraufstand. Pulp. China. Colonial.
Passt schon, dacht ich mir...

Figuren bei Foundry, Empress undundund gekauft und losgebastelt.
Heinz hat ein paar schicke Dschunken und Boote gebastelt, ich wollte natürlich meine eigene Dschunke.


Ich fang mal mit einem simplen preiswerten Block an. Die Form wird zurechtgesägt und geschliffen




Bis hierher dauert das etwa 10 Minuten.
Ich habe das aus einem Block gemacht, die Aufbauten kann man natürlich auch draufsetzen. Geht dann noch schneller...


Natürlich kann man Strukturen auch einritzen, ich wollte aber zumindest für das Deck und die Aufbauten Holz.
Ab hier dauert das länger. Trocknungszeiten. Die reine Arbeitszeit ist immer noch pro Schritt nach Minuten zu rechnen.


Zeit, nebenbei noch an einem kleineren Boot zu arbeiten.


Mast aus Holz und das Segel ein Blatt Papier mit kühner Hand eingefärbt.

Im Endeffekt sieht das dann so aus:




Ein paar Kleinigkeiten fehlen noch. Ruderpinne, bißchen Kisten, Taue, Trallala....

Die fiesen Piraten und Schmuggler der "Jadekarpfen" stehen gerade auf dem Maltisch.
Die werden den Langnasen ordentlich einheizen....

Dienstag, 2. Mai 2017

CONGO - Erstes Spiel


Tach auch !

Am Samstag gab es in HeinzKnitz´ Nerdkeller ein erstes Spiel nach den Congoregeln.
Wir haben das Moussouka-Ritual gespielt (nicht ganz korrekt, weil eigentlich zwei einheimische Stämme um die fetische kämpfen, aber das störte uns nicht. Ich trat mit meinem frisch bemalten Seebataillon an. Uniform- und Schnurrbartfetischisten. Nas also, geht doch...).



Der Tisch war mit einigen Geländestücken und sechs Fetischen (durchnumeriert !) geschmückt. Die Fetische sollten jeweils in der passenden Runde entschärft werden.
Wie üblich hat es wieder ein halbes Dutzend Fotos gebraucht, bis ich bemerkt habe, dass meine Kamera noch auf Tageslicht eingestellt ist. Gibt ´n warmen Halbsepiaeffekt.


Die wackeren Mannen vom Seebataillon...


...und die Abenteurer...
...nebst Askaris und erfahrenen Askaris. Alle Truppen hatten noch einheimische Führer, damit sie die zu erwartende Beute (sicher doch...) auch wegschleppen können.
HKs Mannen waren von dieser Fraktion. Diskussion fruchtlos.
Also druff !

Im ersten gefährlichen geländestück erschien prompt ein Jaguar, der ein Leopard war, von den wackeren Askaris aber unschädlich gemacht werden konnte...

....was auch einen Beutemarker einbrachte.

Auf dem blieben die sitzen und verbrachten die folgenden sechs Runden im lauschigen Dickicht.

Das Seebataillon unter Oberleutnant von Klobkowski stürmte auf die bunten Krieger ein.

Trotz fachlich einwandfreier Würfelergebnisse, gab es dennoch kräftig auf den Schnurrbart und nachdem seine Mannen sich sukzessive verabschiedeten, landete auch noch v. Klobkowski in der letzten Runde im Topf.
Bon appetite !

Diese Markergeschichte gefällt mir ja wirklich ausgesprochen gut.

Damit es nicht langweilig wird, dürfen alle ihren Bildschirm drehen.

Obwohl diese Askaris nur Musketen trugen, waren sie dank der ausgeklügelten Kartenaktivierung recht zügig wieder schussbereit.

Hier noch ein paar Actionpics ("Des is hoid a Äkschnfuim").

Die einheimischen Fetischisten wurden dahingemordet.
Bezeichnenderweise von ihren einheimischen
Counterparts (denn die Deutschen waren ja schon im Topf).



Fazit:
Ein interessantes Spiel, mit einer abwechslungsreichen Kartenaktivierung.
Die Aufmachung ist erste Sahne. Kann ich aber bei dem Preis fürs Regelbuch auch erwarten.

Janz famos. Wird wiederholt. Wegtreten !

Samstag, 1. April 2017

Chaos in Carpathia

Gestern habe ich im Battlefield mit Sven zwei sehr schöne Spiele mit einem meiner Lieblingsspielsysteme gemacht. Chaos in Carpathia.
Wir haben die Szenarien Terror in a tiny town und Breakthrough gespielt.

Tisch und Gelände gehören dem Battlefield Berlin.




Ich bin mit einer Vampirgang unter der Führung der blutdurstigen Gräfin angetreten, Sven führte seine ungarischen Jäger gegen das Böse ins Feld oder besser gesagt in dieses kleine ungarische Dorf mit dem unaussprechlichen Namen...
Oben rechts nimmt sich der Oberkosake, als Cheflakai der Gräfin einen ungarischen Jäger vor. Links eilt ein weiterer mit seinem Hund dem im Hintergrund mit einem Vampir kämpfenden Slayer zur Hilfe.
Das hat gerade so gereicht, der Vampir ist erledigt.

Das erste Spiel ging dann auch überraschend klar zugunsten der Ungarn aus, indes die Gräfin überlebte und nun im zweiten Spiel versuchte, dieses kleine ungarische Dorf lebend, pardon: untot zu verlassen...
Siegesgewiss reckt der Anführer der Jäger, ein gestählter Pfähler seinen Pusztasäbel in die Höhe.
Der treue Quadrupede harrt der Dinge (den Namen hat er mir nicht verraten, aber ich glaube er hiess Hódmezővásárhelykutasipuszta).
 Ein weiterer Jäger reckt siegesgewiss seinen Kreuzdolch gen Vampir...

Die Gräfin hat den ersten Ungarn schon weggebissen und geht jetzt den Anführer an
(Hódmezővásárhelykutasipuszta ist leider schon tot...).
 Jäger und Anführer kämpfen todesmutig gegen die Gräfin, die hier ihr Shape of the beast annimmt und sich unter den entsetzten Augen der Ungarn in einen Bat-Man verwandelt (präziser gesagt Bat-Woman).
 Währenddessen setzen die strickliesldummen Kosaken den gräflichen Plan in die Tat um: Mit einer ungarischen Schönheit im Schlepptau versuchen sie das Dorf klammheimlich zu verlassen.
Doch die Rechnung haben sie ohne die Hausherren gemacht...
Zwischenzeitlich haben die Gräfin und ihre blutsaugende Gespielin auf dem Dorfplatz Fakten geschaffen:
Der Chef ist tot und den anderen geht es auch gleich an den Kragen...

...indes die Gräfin nicht bemerkt, dass hinterm Haus die Ungarn die Kosakenbande erledigen.

Einer nach dem anderen wird umgeboxt...

...während auf dem Dorfplatz ein wahres Schlachtfest stattfindet.

Da gewahrt die Gräfin was sich hintern Haus abspielt und sendet ihre Gespielin, um die unfähigen Kosaken zu unterstützen...

....sie selbst beißt noch schnell den Slayer tot.
 Der letzte Ungar wächst in höchster Not und tiefster Verzweiflung über sich selbst hinaus und...

...rettet in der letzten Aktion der letzten Runde die Dorfschönheit vor der blutgierigen Gräfin.

Das Dorf ist sicher, die Gräfin besiegt !


Ob sie ihr Unwesen weiter treiben wird, erfahren wir im nächsten Spiel.

Dank und Glückwunsch an Sven.



Wenn wir unsere Taktung beibehalten gibts das nächste Spiel vermutlich irgendwann 2018.

Montag, 20. März 2017

Dardanellensalat oder: Schwere Kost aus Ankara...

"Hülfe ! Hülfe ! Opa ! Ich hatte mir die schicken Ottoman Janissaries von Warlord Games gekauft und jetzt trau ich mich nicht mehr, die zu bemalen, weil ich Repressalien und Sanktionen aus Ankara befürchte. Muß ich den Krempel jetzt verkaufen ?"

fragt besorgt Lutz Klemmspack aus St.Muffen a.d. Sause.

Weil mich dieser Tage viele, im Kern besorgte bis hysterische, EMails und Briefe erreichen, habe ich mich entschlossen für Klarheit zu sorgen und heute früh Kontakt mit dem Anatolischen Forschungs- und Wirtschaftsforum in Berlin-Lankwitz aufgenommen. Dort sprach ich mit dem Mastermind dieses renommierten Thinktanks, Konteradmiral a.D. von Wuttkewitz. Hier das Interview in Auszügen:


afoh:     Viele wargamer sind verwirrt, um nicht zu sagen besorgt und fragen sich, ob
             es nicht zu gefährlich ist, sich dieser Tage an die Bemalung türkischer Militärminiaturen
             zu wagen. Die Angst vor Vergeltungsschlägen führender türkischer Politiker im Falle eines
             mißlungenen Ergebnisses oder schlichtweg falscher Farbwahl ist doch recht groß...

v.W.:     Ich glaube, im Augenblick wird doch sehr Vieles zu sehr aufgebauscht, wie man zum
             Beispiel auf diesem Bild erkennen kann...


afoh:     Aber meinen Sie nicht, dass es aufgrund der angespannten bilateralen Beziehungen
            Nazideutschlands, pardon: der Bundesrepublik zum osmanischen Rei....TÜRKEI....

v.W.:     Immer langsam. Zunächst erscheint es mir wichtig, dass Begrifflichkeiten nicht durch-
            einander geworfen werden:

Ottomane
Egomane
Pyromane
afoh:     Na das ist ja schön und gut, aber nehmen wir einmal an, die Bemalung besagter
            Janitscharen findet jetzt nicht so den Anklang in, sagen wir mal: regierungsnahen
            Kreisen; muß ich dann bei meinen nächsten Cluburlaub in Pamukkale mit meiner Verhaftung
            rechnen ?

v.W.:     Ja....äh, gut, da hat man als Figurenmaler natürlich auch Verantwortung, da kann ja sonst
            jeder kommen, nicht wahr ?! Da muss man für sein Werk schon einstehen und nötigenfalls die
            Konsequenzen tragen.

afoh:    Welche da wären ?

v.W:     Das kann man pauschal vorab nicht sagen, weil die dortige Rechtsprechung stets temporären
            Befindlichkeiten unterliegt, gesetzliche Regelungen eben nicht solche sind, sonder eher, wie
            soll ich sagen: Empfehlungscharakter besitzen.

            Aber wenn man den Signalen des türkischen Justizministers Glauben schenken darf, wird es
            nicht zur Verhängung von Freiheitsstrafen kommen.
            Im schlimmsten Falle bekommt man die Bastonade, also 10-20 Stockhiebe auf die Fußsohlen.
            Aber will man deswegen gleich eine diplomatische Krise heraufbeschwören ?

afoh:     Klingt irgendwie nicht vertrauenerweckend...
            Was halten Sie denn von den angekündigten "Konsequenzen" seitens Ankara ?

v.W.:     Auf wirtschaftlicher Seite ist im Moment - noch - nichts zu spüren.
            Die verminderte Einfuhr von Schafskäseprodukten und Kapernbeeren macht sich zwar
            im örtlichen Süpermarket in den Regalen bemerkbar. Jedoch läßt der seitens Ankara
            propagierte baldige Zusammenbruch der deutschen Volkswirtschaft auf sich warten.
            Überdies läßt die Bundesregierung verstärkt Humus, Couscous und Falafel einlagern, um auf
            etwaige Engpässe bei den hippen Partypeople der deutschen Metropolen reagieren zu können.

afoh:     Also handelt es sich nur um leere Drohungen ?

v.W.:    Erdogans Entgleisungen kommen natürlich bei der Mehrheit des deutschen Volkes nicht an.
            Man hat hier nicht vergessen, wer über die notwendigen Kernkompetenzen in Sachen
            Diktatur verfügt. Wir haben immerhin tausendjährige Erfahrungswerte. Da muß man schon
            mehr aufbieten, als einen kleinen Völkermord. Den man sich übrigens noch nicht einmal
            zuzugeben traut, obwohl man insgesheim sackmäßig stolz drauf ist...
            Will der Lehrling da etwa den Meister Mores lehren ?! Lachhaft !

afoh:     Und wie sieht es im Ernstfall aus ? Also beim Militär ? Jetzt mal Butter bei die Fische...

v.W.:     Die türkische Armee hält sich traditionell für die weltweit stärkste. Dieser Eindruck besteht
            seit 1456, faktisch hat sie aber seit Einführung des Hinterladers und des Verbrennungsmotors
            nur noch einmal im 1.Weltkrieg bei Gallipolli eine erfolgreiche Militöroperation hingekriegt.
            Bezeichnenderweise war das unter deutscher Führung und dann auch noch gegen die
            Neuseeländer. Also quasi Engländer. Die türkische Armee ist praktisch...naja...

Jetzt, da es interessant wird, eiert von Wuttkewitz auffällig herum. Aber da hat er sich geschnitten; eiskalt wird nachgehakt und tatsächlich muß der Konteradmiral die ungeschminkte Wahrheit präsentieren:

v.W.:    ....und von der US Navy wurden zwei Zerstörer der Arleigh-Burke-Klasse gekauft und
            modernisiert.

afoh:    Modernisiert ? Wie das ?

v.W.:    Das E übermalt und ein A draus gemacht !

afoh:   Wie ??? Ah ja, klar. Burka-Klasse (lacht). Schlauer Fuchs der Erdogan.
Lenkwaffelzerstörer Burka-Klasse
           Aber mal im Ernst: Die türkische Armee steht 2500km von deutschen Grenzen entfernt,wie
           kann die Türkei im Konfliktfall eine Bedrohung für Deutschlands Sicherheit darstellen ?

v.W.:   Seit Jahren wird die Entwicklung von Lenkwaffeln und Mittelstreckenteppichen massiv
           voran getrieben. Die Süper-Selendi II hat auf einem Dachgepäckträger mittlerweile eine
           Reichweite von über 3000km und ihre Wirkung im Ziel ist verheerend.


            Gegen kurdische Freiheitskämpfer setzt das Militär seit Jahren Mehrfachteppichwerfer ein.


            Die Opfer erleiden Augenkrebs und verlieren langfristig ihren Geschmackssinn.

afoh:    Das ist ja diabolisch ! Wozu sind Menschen fähig...???

v.W.:    Na dann warten sie erst einmal ab, bis sie das hier gesehen haben:


       
          In geheimen unterürdischen Anlagen wird diese gewaltige Kanone entwickelt, die die
          türkische Führung in die Lage versetzt, jeden Böhmermann überall in Europa zu beschiessen.

ofah:  Das ist ja furchtbar ! Wie heisst die Wünderwaffe ?

v.W.:  Erdo-Gun !

ofah:  Wir danken Ihnen für das Gespräch !