Dienstag, 30. April 2013

04/13 Ubangi Stomp

Am 20.04. war es wieder so weit. Diesmal entführte uns Chris in die Grenzstadt Ubangi, wo sich ZAF und ZAMPOL auf der einen Seite einen neuerlichen Schlagabtausch mit der PALF, die ein wenig Unterstützung von Seiten der Lashkar Al-Sayeret erhielt, lieferte. Zu meiner eigenen Schande muß ich gestehen, dass ich meinen Fotoapparat vergessen hatte und darum gibt heute nur einen Link ins Sweetwaterforum zum Spielbericht.

http://www.sweetwater-forum.de/index.php?page=Thread&threadID=12336

On April 20th it happened again. This time Chris lead us to the bordertown of Ubangi where the combined forces of ZAF and ZAMPOL where ambushed by PALF-forces which enjoyed a little support from Lashkar-fighters. Due to the fact, that I´d forgotten my camera there´s only a link today. Again - as the Sweetwaterforum is entirely in german - there is no translation available, but to add some facts:

- we used the force-on-force rules with some facts from the bush wars supplement
- it was a multiplayer (two sides with six gamers and a master-of-ceremony)
- it was a storydriven scenario as all scenarios had been in the past. This leads to the fact, that Chris
  is writing on the "history" of Zambwana depending on the events and the outcome of the game.
  And that´s the best of it all !


Sonntag, 28. April 2013

Guide: Welcher Wargamer bist Du ? ------ Teil 5

Es rasseln die Ketten...


"...es klappert der Motor...". 
Ich mein´ natürlich den da oben. Im Maschinenraum. Natürlich nicht immer, aber noch immer zu oft. Und natürlich auch nicht bei jedem, aber noch immer bei zu vielen.

Doch wie kommt es dazu ? Klingt zunächst mal problematisch, ist´s aber gar nicht:

Da gibt es nun die tollsten Regeln und die schärfsten Figuren, um den alten Tigerpanzer über die Platte zu schieben und seinem Gegenspieler mal so richtig eins drüberzuziehen und was ist: Ständig muss man sich anhören, was für ein  pöser pöser Nazischerge und ewig Gestriger man ist. Dabei stimmt das doch alles gar nicht, man will doch nur spielen. BUHU !
"Wie das ?", fragt sich der verwirrte Weltkriegs-wargamer, "Ist doch bloß ein Spiel ?!". Ja richtig, ist es auch nur. Sogar eines, bei dem man die Figuren und Panzerchen noch selbst zusammenbauen und anmalen muss. Wo man Bäumchen und Häuser basteln muss und eine Spielfläche, wo man - kurz gesagt - seine Kreativität ausleben kann und sich stundenlang in seinem Zimmerchen beschäftigt. Eigentlich ja toll. Menschen, die so was machen, pumpen einen in der U-Bahn nicht an, stehen nicht im Park in den Büschen, um dir ´n bissel Dope aufzuschwatzen und genaugenommen rennen sie erst recht nicht - dumm wie zwei Brote - mit Gleichgesinnten durch die Gegend und klatschen dem Mann aus Afrika aufs Gesicht oder zünden seine Asylhütte an.
Wie kommt´s nu, dass man den armen Tigerpanzerschieber so garstig bezichtigt ?

Dass das Problem ursprünglich bei dem hier liegt, dürfte klar sein:





Und natürlich bei denen hier:
Bei denen hier sowieso:


"Moment mal,", greints da schon aus der Betroffenenecke, "der Caesar hat doch zum Beispiel auch...". Rischtisch, hat er ! Undzwar ziemlich gründlich. So gründlich, dass die LaTene-zeit mit seinem Tun ein Ende fand; Hundertausende Tote, der Rest versklavt, ein ganzes Land geplündert. Auch nicht schön, "aber da rümpft niemand die Nase, wenn man aber nur den alten Tigger..." usw.usf. blabla.

Tja woran liegt´s denn nun, dass der wack´re deutsche Wehrmachtsfigurenschieber immer so arg gebeutelt wird ?
Zwei Stichworte werf´ ich in den Raum:
Bildung und Distanz.
Zum ersten sei hier nur rasch angemerkt - weil sich grundlegende Bildungsdefizite in der Kürze der Zeit nicht korrigieren lassen - dass man nicht über ein Grundlagenwissen des 2.Weltkrieges verfügt, wenn man alle Uniformen und Tarnschemen der deutschen Wehrmacht bis ´45 kennt. Da gab´s noch zwei, drei andere Sachen. Also die, an welche der eine oder andere Tigerschieber, der dann doch davon gelesen hat, nicht so gern erinnert werden will.

Der zweite Punkt ist die Distanz. Gemeint ist die zeitliche und die eigene, die man zum Geschehen einnimmt. Fällt uns bei old Julius nicht so schwer, 2000 Jahre sind kein Pappenstiel, die sind schon lange alle tot und in der Zwischenzeit ist so allerhand geschehen. Und selbst wenn heute jemand lamentierte, "..sind doch selber schuld, die ollen Kelten !", man würde ihn allenfalls mitleidig belächeln, leitete er seinen Spielbericht vom letzten Römer-Gallier-Schlagabtausch derart ein.

Macht man natürlich nicht, würde man Vergleichbares in einem beliebigen Weltkriegs-2-Post lesen. Und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Kein Schwein regt sich im Jahre 2013 noch darüber auf, wenn erwachsene Männer ihre Plastik- oder Zinnfiguren als Deutsche oder Russen etc. gegeneinander antreten lassen. Da wird allenfalls mitleidig oder voll Unverständnis gelächelt. Wer es aber partout nicht schafft, zum historischen Geschehen eine gewisse Distanz zu wahren...ja, der muss sich nicht wundern, wenn er angezählt wird.
Welcher Teufel, so frage ich mich immer wieder, reitet den User eines Figurenforums, wenn er seinen Post mit geradezu grotesken Äußerungen entwertet und sich damit erst in den Dunstkreis der Arschlöcher stellt, die noch 70 Jahre später an Papis saubere Wehrmacht glauben...und zu denen er, eigenen Bekundens zufolge, doch gar nicht gehört.
Ist es Dummheit, wenn man Beiträge lesen muß, in denen allen Ernstes behauptet wird, dass ein Teil der Einheimischen froh darüber war, dass der deutsche Landser seinen Fuß in die Taiga, Tundra oder Walachei gesetzt hat ?
Ist es grenzdebil, wenn immer wieder dieselbe Scheisse heruntergeleiert wird: "...ja aber Dresden, die Alliierten haben doch auch...". Wer Ursache und Wirkung verwechselt, der hat in Physik gepennt.

Spielt doch was immer Ihr wollt, aber tut Euch selbst - und vor allem mir - einen Gefallen und wahrt doch die Distanz zu den Idioten, die an diesen Scheiss´wirklich glauben ! Das kann doch so schwer nicht sein.
Spart Euch hirnrissige Pseudoentschuldigungen, schwachsinnige Erklärungen und dieses Loser-Gehabe und spielt einfach das Spiel. Dann gibt es auch keine Ansatzpunkte für Kritik und niemand muss sich als Nazi verunglimpft fühlen.

Wegtreten !




Sonntag, 14. April 2013

Guide: Welcher Wargamer bist Du ? ------ Teil 4

Der Napoleoniker


Eine ganz spezielle Gruppe von Hobbyisten stellen Napoleoniker dar.

Mit diesem Begriff bezeichnet man wargamer, die ihre kostbare Freizeit dafür opfern, kleine Männer minutiös so zu bemalen, dass sie Soldaten darstellen, die sich zum gegenseitig totschiessen in die lächerlichste Kostümierung der Menschheitsgeschichte geworfen haben. Wenn man einen fernen Hauch dieser grotesken Aufmachung spüren möchte, dann schaltet man im Februar den Fernseher ein, wo man die "Prinzengarde" über die Bühne hampeln sieht.
Mitgehangen-mitgefangen sind jene, die Themen wie SYW - Seven-Years-War oder so beackern (in wargamerkreisen wird grundsätzlich alles abgekürzt und anglisiert, selbst so urdeutsche Geschichtsereignisse wie der 30jährige Krieg --> Thirty-Years-War--> TYW) , weil das zwar vor Napoleon war, die Typen aber genauso putzig gewandet, überdies auch noch geschminkt waren und Perücken trugen. Ansonsten haben die sich auch nebeneinander gestellt, um sich aus nächster Nähe mit Knallbüchsen zu massakrieren.
Generalamnestie erhalten jedoch ausdrücklich jene, die den FIW - French&Indian-War nachspielen. Das ist wie SYW, nur eben mit Indianern und Lederstrumpf, also wiederum cool.

Ich komm´ vom Thema ab:
"Was sind bitte schön Napoleoniker ?", werd´ ich bisweilen gefragt, wenn die Sprache auf mein Hobby kommt und ich beantworte das immer so: Wie Mr. Spock, nur ohne spitze Ohren. Häh ? Ja genau; Mr. Spock lacht nicht und guckt immer in seinen Tricorder, um dann Sätze zu sagen wie "Die Instrumente zeigen keine Lebensformen auf dem Planeten an".
Weil der Napoleoniker aber keinen Tricorder hat, muss er in einem Osprey-Heft über das 67.Braunschweig´sche-notdürftige-Freiwilligenregiment von 1812 blättern und Sachen sagen wie "Die Litzen sind aber falsch gemalt; die Waffenfarbe der Latrinenwächter war doch zitronengelb, oder ?"

In der Community wird manchmal ein bißchen über sie gewitzelt. Napoleoniker sind nämlich wie das Spitzohr humorfrei (na gut, vielleicht wenn sie ganz unter sich sind, gehen sie mal in den Keller, um dort ganz verschämt zu schmunzeln). Wer wäre das nicht, wachte er nachts immer wieder schweißgebadet auf, weil er von polnischen Gardefüsilierstrelitzen geträumt hat, die rote Hosen trugen. ROTE ! Dabei weiß jeder Nappi, dass die lindgrün waren (bis 4.März 1814, danach warn´se mintgrün). Man kann die Jungs wirklich prima hochnehmen mit ihrer Pingeligkeit: "Die Figuren-Range kannst du aber nicht für das Hirnsteiner Massaker von 1814 nehmen, weil die Bumsberger Landwehr zu der Zeit schon mit der Protzenbüchse ausgerüstet war und nicht mehr mit der Zwurbelflinte.".
Ein endloser Spaß !

Andererseits sollte man sie für die Hingabe, Geduld und Akribie, die sie beim Malen und Recherchieren des ganzen Uniformenkrempels aufbringen, der mir auf ewig verschlossen bleiben wird, wirklich bewundern.


Hier noch ein paar lustige Sachen, die man mit Napoleonikern machen kann:

- Bei einem Nappi-Treffen ganz nebenbei die Bemerkung fallen lassen, dass
  Blücher in Wahrheit ein unehelicher Sohn von Maria Theresia war.
  In dem ausbrechenden Chaos heimlich Kekse und Chips der Nappis aufessen.
- Den Franzosenspieler auf eine Tasse Borschtsch einladen; reagiert er ablehnend, bietet man ihm
  belgische Schokolade an und bewundert dann die dicken Halsschlagadern.
- Zum Waterloo-Multiplayer in ABBA-Kostümierung erscheinen.


 
Am Donnerstag habe ich mit Toro aka Nettelbeck zwei Szenarien aus Ambush Valley dem Force-on-Force-Supplement für den Vietnamkrieg gespielt. Fazit: Ich brauch mehr Vietnamesen, viel mehr !
Gute Gelegenheit dabei auch meine Underfire Miniatures-Zivilisten zu bemalen.
Und den Jungle Outpost von Airfix habe ich endlich zu einem vernünftigen Preis bekommen. Weil sich aber in der nächsten Woche schon wieder Termin an Termin reiht, setze ich mich vorsichtshalber nicht unter Druck...und schau einfach, wann die Dinge dann fertig sind.

Unabhängig davon gibt es noch eine kleinen Beitrag zum Thema Wargamer. Irgendwie ist´s mit mir durchgegangen, aber wer Sarkasmus nicht verträgt...

Sonntag, 7. April 2013

Wochenprojekt 14/13

Epic Fail !

Leider blieb mein Wochenprojekt aufgrund privater Umstände schon zu Beginn stecken; ein paar bases zurechtgeschnitten und das war es. Aber gemäß der selbst aufgestellten Regeln, gibt es keine Verlängerung. Im Übrigen will ich am Donnerstag einen Ausflug in den Dschungel unternehmen und muß noch zwei, drei Sachen vorbereiten...wenn nicht wieder irgendetwas dazwischenkommt

Due to real-life problems I just managed to cut some bases, but that was already the end of my weekly project. For an upcoming game I had to prepare one or two things, so I do not follow this project.